
Kann ein herkömmlicher Infrarotstrahler tatsächlich in einer Bäckerei eingesetzt werden?
Wenn man Bäckeröfen 10 Stunden am Tag betreibt, weiß man, dass die Heizelemente stark beansprucht werden. Das ist wirklich extrem.
Wenn Menschen darüber nachdenken, von einer bekannten Marke auf einen herkömmlichen Infrarotstrahler aus Edelstahl umzusteigen, haben sie in der Regel denselben Verdacht: „Wird dieses Gerät nicht bereits nach einem Monat kaputtgehen?“
Hier ist die Wahrheit über das, was in diesen Strahlern vor sich geht: Wenn man den Strahler 10 Stunden lang ununterbrochen einschaltet, wird die Filamentspule stark belastet. Sie bleibt viel zu lange bei höchster Temperatur. Um zu verhindern, dass die Filamentspule schrumpft oder dünner wird, verwenden wir hochreines Quarzglas sowie spezielle Wolframlegierungen.
Es geht dabei um die Ausdehnung des Materials. In einer Bäckerei schwankt die Temperatur ständig. Wenn das Glas nicht mit derselben Geschwindigkeit wie die Filamentspule ausdehnt, entstehen Risse genau an den Verschlüssen. So einfach ist das.
Außerdem gibt es noch das Gehäuse. Das Edelstahlgehäuse schützt das Quarzglas vor Beschädigungen und hilft dabei, die Wärme gleichmäßig zu verteilen.
Aber das eigentliche Geheimnis liegt im Druck des Halogengases im Inneren des Strahlers. Durch eine richtige Einstellung des Drucks wird verhindert, dass das Wolfram verdampft. Das ist es, was dazu führt, dass der Strahler länger hält. Man erhält somit einen Ersatzstrahler, der genauso viel Leistung liefert wie der ursprüngliche Strahler.
Aber seien wir ehrlich: Das sind keine Wunderprodukte. Selbst der teuerste Strahler auf dem Markt wird früh kaputtgehen, wenn die Spannung ständig schwankt oder die PID-Controller nicht richtig funktionieren.
Und noch eine Warnung: Hochleistungsstrahler erzeugen eine enorme Menge an Wärme. Wenn die Belüftung diese heiße Luft nicht wegbringt, werden die Anschlüsse bereits mucho früher schmelzen, bevor die Filamentspule überhaupt versagt.
Wir bauen diese Strahler so, dass sie robust sind – doch ihre Leistung hängt letztendlich von den Bedingungen ab, unter denen sie eingesetzt werden.