
Steigen Sie nach Einbruch der Dämmerung auf das Deck – die Luft ist dann sehr kalt. Sie greifen nach dem Heizgerät, in der Hoffnung sofortige Wärme zu erhalten. Stattdessen hören Sie nur ein leises Summen, danach nichts mehr. Die Infrarotwärme entfällt, weil das interne Dichtungselement unter ständiger Hitze versagt hat. Das ist das „stille Versagen“ vieler Außenheizgeräte – bis es Ihnen passiert.
Was technisch wichtig ist:
Ein Außenheizgerät ist mehr als nur eine Glühbirne und ein Reflektor. Es handelt sich dabei um einen Wärmekreislauf, bei dem die Stromleitung mit einem Quarzrohr oder einem Kohlenstofffaserelement verbunden ist, das Tag für Tag heiß bleibt. Wir verwenden eine doppelgeschichtige, hochtemperaturbeständige Silikondichtung, die für eine kontinuierliche Belastung über 200°C geeignet ist. Zudem wird eine keramische Isolierschicht sowie ein Spannungsabfederverbinder verwendet. Die Verbindung wird durch Pressen hergestellt, nicht nur durch Löten – dadurch bleibt der Leiter in Position und die Isolierung kann nicht verrutschen. Wenn man außerdem eine IP55-beschichtete Dichtung am Eingangspunkt verwendet, entsteht eine Schutzschicht gegen Feuchtigkeit, Staub und thermische Belastungen – Bedingungen, die normalerweise die Verbindungen zerstören.
Warum es in der Praxis funktioniert:
Außen-Infrarotheizung basiert auf Strahlungswärme – nicht auf warmer Luft. Man möchte, dass Schultern und Beine innerhalb von Sekunden warm werden, ohne warten zu müssen, bis ein Kompressor oder ein großer Convector in Betrieb geht. Diese sofortige Reaktion erfolgt nur, wenn die elektrische Verbindung stabil bleibt, während das Gerät ein- und ausgeschaltet wird. Wenn die Dichtung hält, liefert das Heizgerät konstante Wärme über mehrere Saisons hinweg. Der Thermostat sowie der Überlastschutz funktionieren ebenfalls wie vorgesehen. Das Ergebnis: Weniger Ausfälle in der Mittagszeit, selteneres Austauschen des Geräts sowie die Möglichkeit, die Zeit im Freien zu verlängern – egal ob an einem ruhigen Wochentag oder an einem Wochenende.
Was man wissen sollte:
Diese Art der Dichtung vergrößert etwas das Volumen am Ansatzpunkt des Geräts. Deshalb ist es wichtig, genügend Platz um den Stromkabel zu haben. Planen Sie einen sauberen, trockenen Aufstellort mit stabilem Untergrund. Auch darf das Kabel während des Betriebs nicht verdreht werden – sonst kann es am Steckerende heiß werden. Zudem ist Infrarotwärme gerichtet. Platziert man das Gerät so, dass es auf die Sitzfläche ausgerichtet ist, spürt man die Wärme schneller – ohne das Gerät ständig bewegen zu müssen.